Ticket zur Ewigkeit

  Henry Walton und seine Frau Tina sind die glücklichsten Menschen der Welt. Vor drei Tagen haben sie geheiratet. Ihre Hochzeitsreise führt sie in einer der einsamsten und damit romantischsten Gegenden Englands. Selbst das heftige Gewitter kann das Glück der beiden nicht stören.
„Sobald wir aus diesem Wald heraus sind, halten wir Ausschau nach einem kleinen Gasthaus.“ „Ja! Nur einen kleinen Happen essen und dann gleich ins Bett.“ Tina kuschelte sich an ihren Mann.
Plötzlich wird ein Baum von einem Blitz getroffen und der Baum fiel quer über die Straße! Henry versuchte noch auszuweichen, doch sie stürzten einen steilen Abhang hinunter.
Jedoch wie ein wunder überlebten sie denn Aufprall, nur das Auto war vollkommen zerstört.
Henry und Tina beschlossen daher zu fuß weiter zu gehen, auf Hoffnung um Hilfe.
Nach etwa einer halben Stunden gelangten sie an einen verlassenen Bahnhof. Kurz darauf sahen sie auch schon einen Zug.
Henry war darüber sehr überrascht, denn er dachte so wie der Bahnhof aussah, dass die Strecke nicht mehr im Betrieb sei. Umso mehr freuten sie sich, dass der Zug genau vor ihnen anhielten. Überglücklich darüber stiegen sie ein.
Kaum waren sie im Zug, fing Tina auch schon an sich bei den Leuten zu endschuldigen, wie sie aussahen und fragte auch, ob jemand weiß wo eine Polizeiwache oder ähnliches ist.
Henry wurde wüten, als er bemerkte, dass sich keiner diesen Leuten dafür interessierten, was seine Frau dort erzählte und um Hilfe bettetet.
Enttäuscht über diese Tatsache, wollten sie eigentlich wieder aussteigen, doch sie bemerkten, dass der Zug schon wieder im Bewegung war, Da sah Tina auch einen Mann, der grade in einen der anderen Wagons gehen wollten.
Sie wollte ihn aufhalten und rief daher nach ihn. „Verzeihung Sir“. Der Mann reagierte nicht und sie ginge ihn schnell nach, dabei rief Tina wieder: „Verzeihung Sir, bitte warten Sie! Wir brauchen noch Fahrkarten, wissen Sie wo der Schaffner ist?“
Der Mann blieb stehen. „Nein...“ sagte er und drehte sich langsam um „...die brauchen sie nicht.“
Tina sah den Mann erschrocken an, dann viel sie Bewusstlos um. Henry, der nur sah wie der Mann indenn nächsten Wagons verschwand, war über die plötzliche Ummacht seiner Frau erschrocken und glaubte an einer Nachwirkung des Unfalles.
Er schaffte Tina in einem leeren Abteil und legte sie behutsam auf einen der Sitze.
Langsam kam Tina wieder zu bewusst sein. „Ohh... Henry... der Mann!“
„Bleib liegen Liebes“. „Aber dieser Mann,... er war ein Geist!“
Henry sah sie verwundert an und versuchte sie zu berühren. Doch Tina wollte nur noch eins und zwar aus diesem Zug raus!
„Aber wie soll das gehen? Der Zug fährt viel zu schnell um einfach raus zu springen.“
Tina schaute sich um und entdeckte die Notbremse und sagte dann „Wozu gibt es Notbremsen? ... Halt dich fest Schatz!“ Daraufhin zog sie dran, doch der Zug schien einfach nicht langsamer zu werden.
Noch bevor die beiden etwas tun konnten, ging die Abteiltür auf und der Schaffner stand da.
„Sie wollen aussteigen, meine Herrschaften?“, sagte er mit rauer Stimme. „Bedaure, aber das Verlassen des Zuges ist während der Fahrt strengsten Verboten!“
Der Schaffner wollte grade die Tür wieder schließen, da fragte Henry ihn, wie lange sie zum nächsten Bahnhof noch brauchten. „Das wird noch eine ganze weile dauern, ruhen Sie sich doch in der zwischen Zeit aus.“ Antwortet er und ging dann einfach weiter.
Da bemerkte Tina, dass die Hand des Schaffners durchsichtig war. „Henry sieh nur, die Hand.“ Sagte sie leise. „Sieh nur.“ Doch der Schaffner war schon längst im nächsten Abteil verschwunden.
Tina wurde hysterisch und Henry konnte sie nicht mehr berühren. Sie schrie nur noch, dass sie raus möchte! Henry versuchte auf sie einzureden und sagte ihr, dass es nichts bringt und sie bis zum nächsten halt warten müssten. Dann nahm Tina einen ihrer Schuhe und sagte zu Henry „Jetzt wirst du sehen, wozu meine Hochhackigen schuhe gut sind, über die du sonst gelacht hast.“ Sie knallte mit aller Kraft den Hacken gegen die Scheibe, die sofort zersprang.
Ohne nachzudenken sprang Tina aus dem Fenster. Im selben Moment öffnete sich die Abteilungstür und einige der anderen Fahrgäste standen da.
Jetzt sah Henry was seine Frau die ganze Zeit aufgeregt hatte, was sie dazu bewegte einfach aus dem Fenster zu springen. Die Fahrgäste waren alle Tod!
Auch er sprang ohne weiter nach zu denken aus dem Fenster.
Kaum war er auf dem harten Boden gelandet, sah er seine Frau auf ihn zu rennen, die immer wieder fragte, ob er nicht verletzt ist.
„Nein“ antwortete er. „Es ist alles okay. Und bei dir?“ Tina nickte und tränen rollten über ihre Wangen. Henry sah den Zug nach, von den nur noch ein leichtes Licht der Lampen zu sehen war und sagte fassungslos „Unglaublich wozu ein Mensch fähig ist, wenn er genügen Angst hat.“
Wieder beschlossen beiden sich zu fuß auf dem Weg nach Hilfe zu machen.
Sie irrten eine lange Zeit umher, bis sie wieder am Unfallort ankamen.
Es war schon nachts, aber trotzdem konnten sie erkennen, dass inzwischen einige Polizisten eingetroffen waren.
Tina wollte schon überglücklich nach ihnen rufen, doch dann sahen sie, wie einer der Polizisten mit der Taschenlampe zwei Leichen beschien.
Henry erkannte sofort wer diese Toden Menschen war und hielt seine Frau am Arm fest.
Mit leiser Stimme sagte er zu ihr, dass sie ihn folgen sollte, zurück zum alten Bahnhof.
„Aber warum?“ Fragte Tina. „Ahnst du es nicht?“, Antwortete Henry mit merkwürdiger trauriger Stimme.
Als sie wieder am Bahnhof ankamen, stand der Zug da und der Schaffner wartet mit einem grinsen auf den Lippen auf sie.
„Ich wusste, dass ihr wieder zurück kommt, deshalb ließ ich den Zug auch noch einmal zurückfahren.“
Mit trauriger Miene stiegen Henry und Tina in den Zug ein. Tina drehte sich noch einmal um und sah wie die Sonne am Horizont aufging.
„Sieh nur Henry.“ Sagte sie. „Die Sonne geht auf und die Welt...“ „...die Welt wie wir sie kannten, wird geisterhaft für uns sein.“ Beendete Henry ihren Satz.
„Die Erde ist nicht mehr der Richtige Ort für Euch.“ Sagte der Schaffner und schloss die Tür und der Zug fuhr langsam los. „Trotzdem, das Leben geht weiter.“ Sagte er noch und ließ die beiden allein. Henry rief ihn noch nach, wie es da aussehe ... da wo sie hinfahren.
Doch die Antwort auf seine frage wird Henry, so wie allen anderen Menschen auch, erst erfahren, wenn ihre Reise zu Ende ist.
Und ob dieser Ort wo sie hingelangen, gut oder schlecht ist, ist nichts bekannt.
Nur eins ist klar, dass es ein Ort ohne Wiederkehr ist!


Fakten




Titel: Ticket zur Ewigkeit
Datum: 27.11.1997
Sprache: Deutsch
Art: Horror


Abgeschlossen





In der Zeit wo ich diese Geschichte geschrieben habe, habe ich auch sehr gern diese „Horror“-Comics gelesen.
Ich war so beeindruck davon, dass ich selber mal versuchen wollte sowas zu schreiben. Also nahm ich mir eins der Comic zur Vorlage und fing an zu schreiben.
Hier nun findet Ihr das Ergebnislos. Aber ich muss sagen, der Comic war 100% besser. *löl*

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